Sehenswürdigkeiten in Dörfleser 

Kapelle St. Joseph
Auch im 120. Jahr ihres Bestehens prägt die St. Josefs-Kapelle im neugotischen Stil gemeinsam mit dem Jugendheim und dem Feuerwehrhaus das Dörfleser Ortsbild. Die Kapelle wurde im Jahre 1883 vom Ökonom Georg Wich, HsNr. 3, gestiftet und in der Ortsmitte erbaut.
Zwischen 1972 und 1974 musste sie im Zuge des Jugendheim-Neubaus an ihren heutigen Platz, ca. 20 Meter nördlich des ursprünglichen Standpunktes, versetzt werden.
Die Kapelle ist mit ihrem Schieferdach, dem Glockentürmchen sowie den Fenstern und dem Tor eines der Schmuckstücke des Ortes. Sie fasst rund 30 Personen und ist mit einem schön bemalten hölzernen Altar ausgestattet. Die Glocken erklingen dreimal täglich,
um 6 Uhr, um 12 Uhr und um 18.45 Uhr. => anhören!
Heute wird die Kapelle zur Maiandacht, zum Rosenkranz im Oktober, zur Trauerfeier des Volkstrauertags und beim Tod eines Bürgers zum Sterbegebet genutzt.


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Feldweg-Kapelle

Die Kapelle "Am Angereck" wurde im Jahre 1777 südlich von Dörfles errichtet. Im Zuge des Ausbaus der Staatsstraße 2200 musste die Kapelle an ihren heutigen Platz, in den Biegenwiesen, rund 300 Meter südlich des Reithalle, am Fuße des Kreuzbergs, versetzt werden. An dem Fußweg zwischen Dörfles und Kronach soll sie ein Platz der Ruhe und Einkehr sein.

 

 

Bauesch-Marter
Die jonische Sandsteinsäule des 18. jahrhunderts steht etwa 100 Meter südlich des Ortes an der Staatsstraße 2200, am Anwesen Mohr.
Auf einem konkav-konvexen Sockel erhebt sich ein Säulenschaft, welcher im unteren Viertel kanneliert ist. Das Volutenkapitell trägt den mit Segment- und Rundbogen geschlossenen Aufsatz. Eine Inschrift gegen Osten lautet: "IMMBM 1714". Die reliefierten Felder des Aufsatzes werden von Eckvorlagen getrennt. Gegen Osten sieht man die Marienkrönung. Gegen Norden ist die Heilige Barbara mit Turm, Kelch und Palme dargestellt. Eine Inschrift im Rundbogen lautet: "Heilige Barbara Bitt Für uns". Die Westseite zeigt ein geritztes Kreuz. Im südlichen Feld ist der Heilige Matthias mit Beil und Buch als Attribute sowie eine Inschrift im Rundbogen zu sehen: "Heiliger Matthias Bitt Für uns". Die Bekrönung besteht aus einem weisen Steinkreuz.
Ein Bauer und ein Jude konnten sich bei einem Streit nicht einigen. So spitzte sich der Streit immer mehr zu und artete schließlich in eine Schlägerei aus. Dabei soll der Jude vom Bauern erschlagen worden sein.
Bauesch ist der Hausname Barnickel.

 


Hanshaners-Marter
Diese Marter ist die älteste der Dörfleser Sandsteinpfeiler.
Sie stammt aus dem Jahre 1693 und steht am nördlichen Ortsausgang am Radweg nach Friesen.
Ihr Sockel ist auf drei Seiten gefeldert und trägt auf der Rückseite die Inschrift: H 1693 H. Auf der glatten Pfeilerschaft sitzt der in einem Rundbogen geschlossene Aufsatz, der an seinem Unterteil von Volunten flankiert wird. In der Mitte befindet sich ein Medaillon ohne Inschrift. Die ehemals bemahlten Blechtafeln wurden im Jahre 1967 durch drei Reliefdarstellungen der Vierzehn Nothelfer (Bronzeguß) von Heinrich Schreiber ersetzt. Als Bekrönung trägt der Aufsatz eine kleine Steinkugel.
Der frühere Besitzer des noch heute etwas vom Orte abseitsgelegenen Hauses war ein gewisser Hempfling. Da dieses haus kein Braurecht hatte, musste das Bier in Krügen aus dem Ort herbeigetragen werden. Als eines Nachts der "Bierholer" ausblieb, machte man sich auf die Suche nach ihm. Man fand ihn erschlagen an dieser Stelle auf, keine hundert Meter von seinem Anwesen entfernt.
Hanshaner ist der Hausname des Anwesens Barnickel.  


Schulles-Marter
        Diese Marter steht im Vorgarten des Hauses Dörfleser Anger 33, im südlichen Teil des Dorfes.
Auf einem konkav-konvex, profilierten Sockel des 18. Jahrhunderts ist ein Pfeilerschaft mit der Inschrift: "Zur Ehre der Heiligen Familie errichtet".
Unterhalb der Inschrift ist eine Rosette. Der Aufsatz ist mit eingezogenen Rundbogen geschlossen und zeigt an den Seiten Reliefs: Gegen Osten die Heilige Familie, gegen Süden ein Kreuz mit einem anbetenden Stifter, gegen Westen das Jesusmonogramm mit einem Anbetenden und gegen Norden den Heiligen Andreas.
Der Hausname "Schulles" bedeutet Schultheiß. Die Herkunft des Namen ist darin zu begründen, dass die Familie Wich-Fischer-Weiß in Dörfles in all den früheren Jahren den Schultheißen gestellt hat.

 


Duobls-Marter
Die Sandsteinmarter die im 18. Jahrhundert aufgestellt wurde, steht vor dem 1973 fertiggestellten Jugendheim in der Ortsmitte.
Auf dem konkav-konvex profilierten Sockel befindet sich der mit Bandelwerk geschmückte Pfeilerschaft. Der Aufsatz ist mit eingezogenen Rundbogen geschlossen und trägt als Bekrönung ein einfaches Eisenkreuz. Die Reliefs des Aufsatzes zeigen gegen Westen die Marienkrönung, gegen Süden die Taufe Christi, gegen Norden den Hl. Georg und gegen Osten den Hl. Joh. Nepomuk.
Der Errichtungsgrund ist leider nicht bekannt. Bekannt ist aber, dass sich bis zur Errichtung der Ortskapelle im Jahre 1883, de gläubige Bevölkerung bei diesem Denkmal versammelte, um gemeinsam die Maiandacht zu feiern.
Duobl ist der Hausnahme Wich.  

 


Aufschläger-Marter

Etwa 1000 Meter nordwestlich des Ortes, wo sich der Fuhrweg nach Bierberg mit dem Fuhrweg des Vogelherds vereinigt, steht leicht versteckt diese Marter.
Der Sockel hat eine Konkav-konvex profilierte Form. Der in einem Rundbogen geschlossenen Aufsatz zeigt an der Stirnseite als Relief die Glosberger Mutter-Gottes. In die Rückseite ist ein Kleeblatt-Kreuz eingeritzt, welches im Querholz die Jahreszahl 1736 trägt. An den Schmalseiten sind kleine Kreuze zu erkennen. Eine Inschrift unterhalb des Reliefs lautet: STS.
Als Geschichte wird übermittelt, dass sich hier ein Aufschläger (=Zöllner) selbst erschossen haben soll.

 

 


Bildbaum zwischen Dörfles und Bierberg

Etwa 1500 Meter nordwestlich des Ortes und rund 300 Meter östlich des Bauernhofes Bierberg treffen die Fuhrwege von Dörfles, Glosberg und Bierberg zusammen. Im Winkel dieser Wegscheide erhebt sich ein mächtiger Lerchenbaum, an dessen Stamm ein Marienbild angenagelt ist.
Auf einer Grundfläche von 65 mal 42 cm zeigt die bemalte Blechtafel die heilige Maria mit dem Jesuskind auf dem Arm. Ein kleines, verziertes Dach schützt die Malerei, die seitlich von Ornamenten begrenzt ist, vor Witterungseinflüssen.
Ein Ochsengespann soll an dieser Stelle einst gescheut haben und auf und davon gerannt sein.
In seiner Not gelobte der Bauer, ein Bild malen zu lassen, sollte ein Unglück abgewendet werden. So kam das Marienbild, das schon mehrmals übermalt wurde, an seinen jetzigen Platz.
 


Wegkreuz zwischen Dörfles und Friesen

Nur zu Fuß oder per Fahrrad kann man ein altes Wegekreuz erreichen, das am Radweg zwischen Dörfles und Friesen steht. Es befindet sich rund 1000 Meter nördlich des Dorfes.
Ein Zäunchen umgibt schützend den angeschuhten Kreuzfuß. Breit, fast erdrückend wirken im Vergleich zu anderen Wegekreuzen die Dimensionen des Holzes auf den Betrachter. Überdurchschnittlich gearbeitet ist der fast lebensgroße Holzcorpus, der mit drei Kreuznägeln am Holz befestigt ist. Ein rundbogiges, an seiner Stirnseite mit fünf kleinen Blechrosen verziertes Blechdach dient als Schutz gegen Regen und Schnee.
Der Ursprung dieses Kreuzes ist unbekannt.  

 

Texte: Roland Graf