Brauchtum in Dörfles

 


01.01. Neujahrsständerla

 

 

Jedes Jahr ziehen die Dörfleser Musiker (Musikverein/Flotte Franken) am ersten Januar durch das Dorf und wünschen den Einwohnern ein gutes neues Jahr. Von Haus zu Haus werden Ständerla gespielt und so musikalische Glückwünsche übermittelt. Start ist am südlichen Ortsrand, beim Anwesen Mohr, Ende in der Gastwirtschaft Wagner, nachdem für alle Häuser gespielt wurde. Unterwegs gibt es mehrere "Tankstellen".


06.01. Heilige drei Könige

 

Am sechsten Januar kommen die Sternsinger in Gestalt der Heiligen drei Könige nach Dörfles. Von Haus zu Haus gehen die verkleideten Jugendlichen, segnen die Häuser, sagen Sprüche auf und sammeln Geld, das für "Brot für die Welt" oder "Misereor" gespendet wird.

Auf die Türbalken über den Haustüren machen sie mit Kreide ihr Zeichen (K * M * B), das als Namen der heiligen drei Könige gedeutet wird: Kaspar, Melchior, Balthasar. Ursprünglich war damit aber gemeint: "Christus mansionem benedicat", was soviel bedeutet wie "Der Herr segne dieses Haus".

 


 Doudla naus droung

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Jedes Jahr an Laetare wird in Dörfles der Brauch des Toudlanausdroungs durchgeführt. Die Dörfleser Jugend baut eine lebensgroße tragbare Puppe, die durch das Dorf getragen wird.
 Dazu rufen die Kinder:

"Naus, naus, naus,
übers staana Haus,
über die staana Brückn,
der Zipper trägt die Stützn".

Am Dorfrand wird schließlich die Puppe verbrannt. Anschließend werden die Kinder von den Dorfbewohnern mit Süßigkeiten und Spenden belohnt.
Der germanische Brauch bezieht sich auf das hinaustreiben des Winters, eine weitere Theorie ist, dass die Puppe den letzten Gestorbenen des Dorfes symbolisiert und der Tod hinausgetrieben wird. 


 


Karwoche: Raschbeln 

In der Karwoche entfällt das Läuten der Dorfglocke. Um die Bürger dennoch an das Gebet zu erinnern, laufen die Dörfleser Jugendlichen von Gründonnerstag bis Karsamstag dreimal täglich, jeweils um 6, 12 und 18 Uhr mit Ratschen durch das Dorf. Die Holzratschen machen krach, dazu singen die Jugendlichen jeweils einen Gebetsvers. Am Karsamstag werden die Jugendlichen für ihren Dienst von der Bevölkerung mit Süßigkeiten und Spenden belohnt
.

Der Gesang zum Raschbeln

Beginn: Gründonnerstag um 12:00 Uhr

" Das Gebet des Herrn "

Gründonnerstag um 18:00 Uhr

" Der Engel des Herrn "

Karfreitag um 06:00 Uhr

" Das Gebet des Herrn "

Karfreitag um 12:00 Uhr

" Der englische Gruß des Herrn "

Karfreitag um 18:00 Uhr

" Der Engel des Herrn "

Karsamstag um 06:00 Uhr

" Das Gebet des Herrn "

Karsamstag um 11:00 Uhr

Beginn des  *"Sammelns"
Holla-bedolla a boor Eier -
im ganzen Haus an "Dreier oder Vierer...."

* Sammelns = einsammeln von Süßigkeiten , Eier oder Geld.... für die getane Arbeit, die dann
zum Schluss vom Ältesten(Daaler)
verteilt werden.

 



 

 

 

 

 


01.05. Maibaumaufstellen

 

In der Ortsmitte von Dörfles steht ein Maibaum. Jedes Jahr wird am ersten Mai ein Maifest auf dem Dorfplatz abgehalten. In unregelmäßigen Abständen wird der Maibaum neu aufgestellt. In manchen Jahren gibt es Maitänze um den Baum oder es wird ein neues Schild an den Maibaum montiert. Die Schilder zeigen zum Teil das Zunftwesen von Dörfles. So kann man die Zeichen von Schumacher, Damenschneiderei oder Landwirtschaft erkennen. Auf anderen sind die Wappen der Dörfleser Vereine zu sehen. Die Feuerwehr, die Clubfreunde, der Heimatverein, der Reitverein und der Musikverein sind vertreten. Auch Teile der ortsansässigen Firmen sind auf den Schildern abgebildet.

 


Johanni: Johannisfeuer

 

Dem 24. Juni gab im mittelalterlichen Kalender Johannes der Täufer seinen Namen. In germanischer Zeit wurden zur Feier der Sommersonnwende Holzstöße errichtet und angezündet. Die Kraft der Sonne sollte nochmals gestärkt und erhalten werden, bevor sie endgültig im Jahreskreislauf abnahm.

Heute wird jedes Jahr in der Woche des 24. Juni von der Freiwilligen Feuerwehr Dörfles das Johannisfeuer abgebrannt. An einem Abend findet in Dörfles ein Dorffest statt, Kinder machen einen Fackelumzug und entzünden schließlich das große Feuer, das die Dörfleser vorher mit Holz aus ihren Gärten und Wäldern angehäuft haben.

 

 


letztes August-Wochenende: Kerwa

  

Jedes Jahr findet am Wochendende nach dem Kronacher Schützenfest die Dörfleser Kerwa statt, die von der Dorfgemeinschaft durchgeführt wird. Sie ist kirchliches und weltliches Fest zugleich. An mehreren Festtagen wird den Einheimischen und Gästen ein Programm geboten und es gibt Kirchweihspezialitäten zu Essen. Kerwa-Ständerla der Musikanten und ein Gottesdienst runden das Fest in Dörfles ab.


 

11.11. Martinsumzug

 

 

  Der Kindergarten veranstaltet für die Kinder im Vorschulalter am 11. November einen Lampionumzug durch Dörfles. Vorneweg reitet hoch zu Roß der heilige St. Martin. Die Kinder singen Martinslieder, das Dorf ist mit Kerzen und beleuchteten Kürbisen geschmückt. Anschließend gibt es Glühwein, Lebkuchen und Martinsgänse.

Der heilige St. Martin hat einst mit seinem Schwert seinen Mantel geteilt, um einem Bettler, der am Wegerand fror, zu helfen.